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Prof. Dr. Ingo Hamm über KI in der Kommunikation und Vertrauen

Der Wirtschaftspsychologe fordert Transparenz, menschliche Verantwortung und Übereinstimmung von Worten und Verhalten.

Nikola Marquardt
Foto: Sophie Valentin

In einem Interview für die von Nikola Marquardt initiierte Fachdebatte „Authentisch kommunizieren in Zeiten von KI“ beschreibt Prof. Dr. Ingo Hamm, wie KI die Kommunikation doppelt verändert: Sie übernimmt die Sachebene immer besser und macht zugleich sichtbar, wie wenig Kontext Menschen einander oft geben. Vertrauen entstehe jedoch nicht aus formvollendeten Sätzen, sondern aus der Übereinstimmung von Worten, Haltung und Verhalten. Für schwierige Gespräche mit Kunden oder Mitarbeitern, für Krisenkommunikation und für Entscheidungen mit weitreichenden Folgen fordert der Wirtschaftspsychologe deshalb einen Menschen als Gegenüber. Auch die Transparenz darüber, ob Menschen mit einer Maschine sprechen, sei aus seiner Sicht unverzichtbar. Authentizität und Charisma seien dabei keine angeborenen Eigenschaften, sondern entstünden durch Übung, Zuhören und die Bereitschaft, nichts zu sagen, was man nicht meint.

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