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Prof. Dr. Roberto Simanowski fordert demokratische Regeln für KI
Die Werte, nach denen Sprachmodelle kommunizieren, dürfen nicht allein von privaten Unternehmen bestimmt werden.

Mit Prof. Dr. Roberto Simanowski beteiligt sich ein renommierter Medienwissenschaftler an der von Nikola Marquardt initiierten Fachdebatte „Authentisch kommunizieren in Zeiten von KI“. Im Interview erklärt er, warum Sprachmodelle keine neutralen Gesprächspartner sind: Sie verdichten die Perspektiven ihrer Trainingsdaten und werden anschließend durch Regeln, Verbote und Wertvorgaben ausgerichtet. Damit kann eine kleine Zahl von Mitarbeitern privater Unternehmen maßgeblich festlegen, welche Standards in einem zentralen Kommunikationsmittel gelten. Simanowski fordert deshalb eine öffentliche Klärung, nach welchen Werten KI mit Menschen kommuniziert. Diese Entscheidungen betreffen die gesellschaftliche Meinungsbildung und dürfen aus seiner Sicht nicht ohne demokratische Diskussion und politisches Mandat getroffen werden. Das Interview erweitert die Fachdebatte um eine wichtige demokratiepolitische Perspektive.